Manuka offeriert dem Far North 50-Mio-Dollar-Potenzial
Watson & Son plant ein neues Projekt für den äußersten Norden (Far North) Neuseelands mit dem Potenzial, Hunderte von Jobs und Millionen von Dollar aus Manuka-bedecktem Land zu schaffen. Das Projekt könnte dieses Gebiet zur weltgrößten Quelle für bioaktiven Manuka-Honig für medizinische Zwecke machen. Das Endziel lautet, dort ein „Center of Excellence“ zu schaffen, basierend auf den besonderen Eigenschaften von Manuka. Außerdem besteht die Möglichkeit, unter Einsatz von Manuka als „Nurse Crop“ in den nachhaltigen Anbau einheimischer Gehölze einzusteigen. Dabei fördert Manuka die Entwicklung anderer Gehölze, indem es diese in den ersten Jahren vor Frost, Sonnenbestrahlung und Wind schützt.
Die medizinischen Eigenschaften von Manuka haben den Honig zu einem der gefragtesten auf der Welt gemacht, und Manuka von einem ungewollten Gehölz in eine wertvolle Art der Landnutzung verwandelt. Der Ertrag aus der Kombination von medizinisch eingesetztem Manuka-Honig und nachhaltiger Forstwirtschaft könnte mit dem Ertrag aus Milchwirtschaft in Northland gleichziehen oder diesen sogar übersteigen. Northland hat zwei Vorteile: sein Manuka-Honig hat hochgradig bioaktive Bestandteile, und die Region hat zusammenhängende Gebiete, die dicht mit Manuka bewachsen sind. Iwi authority Te Runanga o Te Rarawa, Watson & Son aus Masterton, Neuseelands größte Imkerei und Produzent von Manuka-Honig, und die regionale Entwicklungsagentur Enterprise Northland haben eine Zusammenarbeit beschlossen, bei der sie die intensivierte Produktion von bioaktivem Manuka-Honig im fernen Norden unterstützen.
Partnerschaften sind essentiell für das Projekt, und weitere Partner werden wahrscheinlich im Laufe der Zeit dazukommen. In den nächsten fünf Jahren werden im Rahmen des Projektes ein Imker-Trainingscollege eröffnet, die Imkerei als Heimindustrie in Far North etabliert sowie Produktions-, Lager- und Qualitätssicherungs-Anlagen geschaffen. Daraus entständen rund 200 Jobs innerhalb der nächsten fünf Jahre und jährliche Einkünfte aus der Honigproduktion von etwa 68 Mio. Dollar. Die Produktion von Honigprodukten mit Mehrwert würde den Ertrag weiter steigern, und es entstehen weitere Jobs und wirtschaftliche Vorteile aus der Versorgung der wachsenden Honig-Industrie mit Services.
Brian Roberts, CEO von Enterprise Northland, identifizierte eine weitere Möglichkeit, falls es dem Projekt gelingt, in den internationalen Markt für Manuka-getränkte Bandagen zur Behandlung von Wunden und “Super-Bugs” einzusteigen. Super-Bugs entstehen, wenn ein Antibiotikum nicht alle Bakterien vernichtet, und die überlebenden Bakterien resistent werden gegen das angewendete Medikament. Manuka ist effektiver, sauberer, “grüner” und sicherer als die Alternativen – momentan nutzt man hauptsächlich in Silber getränkte Bandagen. “Ökonomische Entwicklungsprojekte dieser Größenordnung sind rar für Northland, und sogar noch seltener für den Far North”, sagt Brian Roberts. “Es braucht Partnerschaften und den Einsatz vieler Organisationen und einzelner Personen, wenn wir den maximal möglichen Nutzen erreichen wollen.” Enterprise Northland stellt dabei einen Projekt-Manger zur Verfügung.
Dennis Watson, Managing Director von Watson & Son, über die Rolle seines Unternehmens: “Unser Ziel war es, die Produktion von soviel hochwertigem Manuka-Honig wie möglich sicherzustellen. Manuka als Ersatz für Silber-getränkten Bandagen bietet Möglichkeiten im Multi-Milliarden-Dollar-Bereich und die Herausforderung lautet, die Nachfrage nach Manuka-Honig zu befriedigen. Momentan stehen wir noch am Anfang der Möglichkeiten, die Manuka als medizinisches und Gesundheits-Produkt bietet. ” Watson & Son hat bereits die Märkte im Vereinigten Königreich, den Vereinigten Staaten von Amerika und China erschlossen, und verfügt außerdem über ein zukunftsweisendes Unternehmen für Wundversorgung im Vereinigten Königreich. Denis Watson und seine Familie besitzen familiäre Bindungen and den Norden Neuseelands.
Kevin Robinson, CEO von Te Runanga o Te Rarawa, meinte, dass das Projekt eine enorme Möglichkeit für die Maoris in Far North darstelle. “Für mehr als 30 Jahre wurde ein Großteil des Landes kaum genutzt und ist mit nun Manuka bewachsen. Anstatt Manuka zu schneiden und zu verbrennen wollen wir nun Manuka aussähen, um die Ressource zu vermehren. Indem wir Menschen in ländlichen Gegenden unterstützen, Imkereien aufzubauen, können wir nachhaltige Gemeinschaften etablieren.”
Eine weitere Möglichkeit ist der nachhaltige Anbau einheimischer Bäume, der durch Manuka als „Nurse Crop“ unterstützt wird. Ian Bamber, Mitglied des Far North District Councils und interessiert an wirtschaftlicher Entwicklung, sagte, dass er “erstaunt” sei über das Potenzial. “Falls das Projekt gelingt, entstünde im Norden eine gewaltige Industrie. Hoffentlich kann unser Council zum Gelingen beitragen. Dabei können Arbeit und Einkommen in bisher nicht vorstellbarem Ausmaß entstehen sowie die Möglichkeit geschaffen werden, dass Einheimische eigene Geschäfte besitzen. Die Menschen können hier trainiert werden, was ein großes Plus ist, und alle Altersgruppen können teilnehmen.”